Stefan Rebmann MdB zu Gast in Bad Wurzach

Veröffentlicht am 08.03.2016 in Wahlkreis

„Die vielfältigen Fluchtursachen bekämpfen!“

Am Freitag konnte der SPD-Landtagskandidat für den Wahlkreis Wangen, Christian Röhl, den Bundestagsabgeordneten Stefan Rebmann im Salvatorkolleg in Bad Wurzach begrüßen. Rund zwei Stunden referierte der renommierte Experte für Entwicklungspolitik und diskutierte im Anschluss mit den Zuhörerinnen und Zuhörern. Im Zentrum seines Vortrags stand die Frage, wie die Fluchtursachen in den Krisen- und Entwicklungsregionen dieser Welt erfolgreich bekämpft werden können. „Wenn die Menschen nach einer unglaublich leidvollen Flucht über meist Tausende von Kilometern endlich in Europa angekommen sind, glauben Sie wirklich, sie lassen sich dann noch von einem Stacheldraht aufhalten?”, machte der stellvertretende entwicklungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion deutlich.

Auch Christian Röhl schloss sich dem an. „Abschottung funktioniert nicht. Wir brauchen eine gemeinsame europäische Lösung, wenn jedes Land sein eigenes Süppchen kocht beziehungsweise seinen eigenen Zaun baut, dann erreichen wir damit überhaupt nichts.” Dabei gaben sich beide SPDler auch selbstkritisch und sprachen Fehler, die über alle Parteigrenzen hinweg gemacht wurden, offen an. Gleichzeitig mahnte Rebmann aber auch die Verantwortung eines jeden einzelnen an: „Von heute auf morgen werden wir die Welt nicht retten können. Aber jeder kann bei sich selber anfangen. Beispielsweise im Einkaufsverhalten. Nicht immer nur das billigste oder einfachste nehmen. Kaufen Sie regionale Produkte, FairTrade, wählen Sie vielleicht nicht das Shirt für fünf Euro, sondern eines, wo genau nachvollziehbar ist, von wem es wann und wo produziert wurde.” Besonders nachhaltig in Erinnerung ist dem seit 2011 im Bundestag sitzenden Abgeordneten für den Wahlkreis Mannheim sein Besuch mit dem Entwicklungsausschuss in Rana Plaza, Bangladesch, im letzten Jahr. Dort stürzte 2013 eine Textilfabrik ein, über 1000 Menschen verloren ihr Leben. „Sie müssen sich das vorstellen, bis heute sind nicht einmal alle Leichname gefunden worden. Und dann weigern sich einige Unternehmen bis heute, in den Entschädigungsfonds einzuzahlen – da geht es mir wie Ihnen, da bekomme ich so eine Wut!” Bei den Gästen kamen sowohl Stefan Rebmann als auch sein Vortrag sehr gut an. „Ein beeindruckender und lehrreicher Vortrag, aber auch einer, der wirklich zum Nachdenken anregt.”, so eine Zuhörerin.

 

 
 

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