SPD Bad Waldsee unterstützt Aktion - NEIN zum Fracking im Bodenseeraum

Veröffentlicht am 18.01.2014 in Gemeindenachrichten

Die SPD-Vorsitzende Annette Uhlenbrock unterstützt die Forderung „NEIN zum Fracking“ des Vorarlberger Landtages.(sz vom 17.01.2017, „Vorarlberger Landtag startet Petition gegen Fracking im Bodenseeraum"). Die SPD ist Regierungspartei in Baden-Württemberg und im Bund. „Es muss uns darum gehen, eine politische Mehrheit gegen das Fracking in Deutschland - nicht nur im Bodenseeraum - zu organisieren. Dazu hat der SPD-Kreisverband bereits Initiativen ergriffen. An diesem Thema werden wir vernetzt weiterarbeiten.“ erklärte Uhlenbrock.

Die als sehr risikoreich geltende Technologie der Schiefergasgewinnung (Fracking) gilt es zu verhindern. Der Unterstützungs-Appell richtet sich auch an die Deutsche Bundesregierung. Bürgerinnen und Bürger können die Forderung der EU-Nachbarn bis zum 14. Februar 2014 durch ihre Unterschrift auf der Online-Plattform unterstützen:

Link zur Unterstützungsaktion

http://www.vorarlberg.at/fracking

Beim Fracking wird durch hydraulische Fraktionierung Erdgas aus prähistorischem Schiefergestein in tausenden Metern Tiefe gewonnen. Über eigens dazu gebohrte Schächte wird ein Wasser- und Sand-Chemie-Gemisch unter hohem Druck in die Gesteinsschichten eingebracht, um das Schiefergestein aufzubrechen und so das darin befindliche Erdgas herauszulösen.

Diese Form der Schiefergasgewinnung mit unabwägbaren Risiken für die Bevölkerung, für das Trinkwasser sowie für Natur und Umwelt verbunden ist und einen Rückschritt auf dem Weg zur Energieautonomie des Landes Vorarlberg bedeutet, hat sich der Vorarlberger Landtag bereits in der Sitzung am 4. Juli 2013 mit einem einstimmigen Beschluss klar gegen diese Technologie ausgesprochen.

Inhalt der Forderung des Vorarlberger Landtags
„Wir fordern die österreichische Bundesregierung, die Europäische Kommission und das Europäische Parlament sowie die Deutsche Bundesregierung, die Regierung des Fürstentums Liechtenstein und die Regierungen der Kantone St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen, Zürich, Appenzell-Innerrhoden und Appenzell-Außerrhoden sowie Graubünden im Interesse des Schutzes der Bevölkerung, des Umwelt-, Klima- und Gewässerschutzes im Bodenseeraum auf:

Die derzeit angewandten Methoden des „Fracking“ zur Gewinnung von Schiefergasen im Bodenseeraum vor allem wegen der befürchteten langfristigen Umweltbelastungen sowie der Gefährdung des Trinkwassers unter Ausschöpfung aller politischen und rechtlichen Möglichkeiten entschieden abzulehnen.

Auf europäischer Ebene dafür einzutreten, dass in der Umweltverträglichkeitsprüfung-Richtlinie (UVP) der EU für Probe- und Erkundungsbohrungen sowie für die nachfolgende Schiefergasgewinnung mittels „Hydraulic Fracking“ verpflichtend eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen wird.“